Nachdem wir schon öfters in den Genuß von leckerer polnischer Küche gekommen sind, war es nun mal an der Zeit ein wenig zu lernen.
So gings auf zum lustigen Maultaschen machen.
Piroggen sind schnell gemacht. Eisfach auf, Teigtaschen in die Brühe und schwupps, kann man nach 7-10 Minuten die leckeren Kerle mit gedunsteten Zwiebeln verspeisen.
Nur.. wie kommen die Taschen ins Eisfach....?
Piroggen machen ist laut unserer polnischen Freundin ein Event. Einmal viel Arbeit (am Besten mit 3-4 Personen )für unzählige leckere Mahlzeiten.
Da wir ja nur für den Hausgebrauch produzieren wollten, lag die Zielmenge bei ca. 100 Piroggen. Weil wir beim "füllen" etwas zu zögerlich waren, wurden am Ende 150 Stück daraus...
Und so gehts !
Füllung :
6 große Zwiebeln
Pilze 1800 gr
Sauerkraut 3 Dosen
125gr Butter
3EL Zucker
Fondor
körnige Brühe
Öl (viel viel Öl)
Das Sauerkraut in einem Topf mit Fondor und Brühe würzen. Butter dazu und 2 Stunden kochen lassen. 3EL Zucker noch dazu. Nach dem kochen abkühlen lassen und fein hacken.
Pilze mit einer groben Reibe (oder messer, aber Reibe geht schneller) in kleine Stücke reiben. mit Öl braten und mit Fondor und körniger Brühe (nicht in Wasser auflösen) würzen. die Pilze dürfen ruhig im Öl stehen.
Die Zwiebeln ebenfalls fein hacken und mit... na was wohl....Öl Fondor und Brühe anbraten bis sie glasig werden.
Teig:
2 kg Mehl
wieder etwas Öl (3-5 EL)
Wasser 1 Liter
1 TL Zucker
2 TL Salz
Zucker, Salz und Öl zu Mehl geben und mit 0,5 Wasser vermischen. Kneten und nach und nach restliches Wasser zugeben. Ordentlich durchkneten bis er nicht mehr klebt und eine glatte Konsistenz hat. In einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Teig wird sofort weiterverarbeitet.
sonstiges
200gr Mehl zum Ausrollen und besteuben der Finger
genug Ablagefläche und Platz im Eisfach
Making of:
Die Füllung gut vermischen und nochmal abschmecken. (Fondor)
JA, das muss ein bissel ÖLIG sein ! Das öl setzt sich allerdings unten ab.
Dann den Teig in faustgroßen Portionen abschneiden und ausrollen. Nicht zu dünn, ca. 0,3 - 0,5 dick. Mit einem Wasserglas runde Scheiben ausstechen. Der Teig darf auf keinen Fall so dünn wie Plätzchenteig werden, auch nicht Fingerdick.. ein Zwischending eben.
Jetzt gehts ans füllen. Teigkreis nehmen und in der Mitte mit dem Daumen etwas ausdrücken. Der Rand soll schön dick bleiben, damit er später beim zusammendrücken die Füllung zurückhalten kann und ein ordentlicher Rand entsteht.
1 gehäufter Teelöffel (Anfänger) Füllung in die Mitte und anfangen die halbrunde Tasche zu formen.
Anfänger schlagen erst die Mitte zusammen und versuchen dann erst links dann rechts die Tasche zu schließen. OHNE das Füllung zwischen die Ränder kommt.
Die Kunst ist, glaube ich, dass man mit einem Finger immer die Füllung eindrückt. So feste, das sich der teig ruhig ein wenig dehnt.
Die Finger sollten immer mal wieder in Mehl getaucht werden, damit man die feuste Füllung beim hineindrücken bindet.
Hat man es geschafft, legt man die Maultasche vorsichtig auf einen bemehlten Teller oder eine Platte. Sobald diese voll ist, kommen die Piroggen in das Eisfach.
Nachdem der Teig gut angefroren ist (richtig hart) kann man die Teigtaschen in einen Gefrierbeutel umpacken.
Das verhindert ein verkleben und erleichtert die Portionierung.
Die letzten 30 Stück haben wir direkt gegessen.
Weil sich das Öl der Füllung am Boden abgesetzt hat, war die ganzte Sache ein wenig fettig geraten. Aber geschmeckt hat trotzdem. Dazu gab es angedünstet Zwiebeln.
Smacznego
HOME
Kommentar schreiben
|